Die Uni Zürich erklärt auf der Internetseite www.pci.unizh.ch/e/documents/Kapitel3_000.pdf  die Geschichte mit der Entropie wie folgt (grüner Text):  (Die ganze pdf-Datei: http://www.pci.unizh.ch/e/documents/Kapitel3_000.pdf )
Entropie   
Geschlossene Systeme können durch Einbeziehen einer Umgebung U in abgeschlossene Systeme überführt werden. Für sie gilt:
dSgeschlossen + dSUmgebung
dSabgeschlossen > 0       (Gleichung 54)
Bei einem spontanen Prozess kann in einem geschlossenen System die Entropie also durchausabnehmen, wenn dabei die Entropie der Umgebung stärker zunimmt.
Die Gleichungen 53 und 54 beschreiben allgemein die Entropieänderung bei spontanen Prozessen.
 (Gleichung 53: ∆S = SE - SAdS  [Integral von A bis E, wobei A für "Abfang" und E für "Ende" steht] )
[S.52/53] ... Die genaue Berechnung für gegebene Prozesse basiert auf zwei wesentlichen Annahmen:
 - Anstelle des spontanen, irreversiblen Prozesses betrachtet man einen zwischen denselben Zuständen ablaufenden reversiblen Modellprozess. Da die Entropie eine Zustandsgrösse ist, ist ihre Änderung für beide Prozesse gleich.  Damit lassen sich bei der Berechnung der Entropie die für reversible Prozesse geltenden Zustandsgleichungen verwenden.
 - Man trennt abgeschlossene Systeme in geschlossene Systeme und Umgebung auf, die miteinander Wärme austauschen können, oder erweitert geschlossene Systeme durch die Hinzunahme der Umgebung zu abgeschlossene Systemen.

Ist nun die zwischen geschlossenem System und Umgebung bei dem betrachteten reversiblen differentiell ausgetauschte Wärme dQrev, so gilt: 
dSgeschlossen=dQrev/Ts    und    dSUmgebung=dQrev/Tu  
d.h.                                dS  =  dQrev/T
hiermit wird der  2.HS für abgeschlossene Systeme (Gleichung 53) zu:
∆SabgeschlossendQrev/T    > 0      Gleichung 56
 [Integral stets von A bis E, wobei A für "Anfang" und E für "Ende" steht]
bzw. mit Gleichung 54 zu: 
∆S
geschlossen ∆SUmgebung =dQrev/TsdQrev/Tu    > 0
(...)
Bringt man zwei Körper 1 und 2 mit ungleichen Temperaturen in Kontakt, so fliesst Wärme
spontan vom wärmeren (T1) zum kälteren (T2) Körper, ohne dass dabei Wärme mit einer
weiteren Umgebung ausgetauscht wird. Nach Kapitel 3.1 betrachtet man zur Berechnung der Entropieänderung einen reversiblen Modellweg. Man trennt das abgeschlossene System der beiden in Kontakt stehenden Körper auf in ein geschlossenes System, bestehen aus den beiden Körpern ohne wechselseitigen Wärmekontakt und eine Umgebung, welche von Körper 1 in kleinen Teilbeträgen reversibel Wärmemengen dQ bei T1 aufnimmt und diese dem Körper 2 bei T2 zuführt (siehe Abbildung 24). Ist die Umgebungstemperatur TU kleiner als T1 und grösser als T2, so kann man den Prozess durch eine reversibel laufende Wärmepumpe realisiert denken. [vgl obige Abb.  δQ ] Die Änderung der Entropie des Gesamtsystems wird dann :
dSgeschlossen dSUmgebung = - δQ/TδQ/TδQ/TδQ/T= (1/T2   -1/T)δQ
mit
T< T ist  dS >0. Bei bekannter Wärmekapazitäten C1 und C2 kann über  δQ=C1dT1 = C2dT2               dS auch geschrieben werden als: dSC1dT1 /T1 - C2dT2/T1

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Weil T und ebenso die Materialkonstanten C nur positiv sein können,  wird offensichtlich  S2-S1 für T2<T1 positiv für T2>T1 aber negativ. Also ist der Satz: "Wärmeenergie "fliesst" immer vom wärmeren zum kälteren Körper" gleichwertig zum Satz "Die Entropie nimmt immer zu". "Na ja", kann man sagen, "das ist immer noch nichts besonders Aufregendes."   (zurück)